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FREE MOBILITY #4

Filmakademie

 

Für Filmemacher

gibt es keinen        

Plan B

"Film ist so eine einnehmende Sache, das hört nicht auf, wenn du abends nach Hause kommst."

 

Um uns ist es laut. Studenten bauen Equipment ab, verstauen Stative und tragen teure Technik weg. Während die anderen Studenten langsam gehen, bleiben Leni und Lixi mit uns sitzen. Wirklich aufhalten tun wir sie nicht, sagen sie, "im Kopf arbeitet man als Filmemacher sowieso immer weiter. Auch nach Feierabend." Leni lächelt.

 

"Film ist so eine einnehmende Sache, das hört nicht auf, wenn du abends nach Hause kommst." Leni studiert Regie. Einen normalen Job will sie nicht. Filme macht sie seit fast 10 Jahren. Seit 2007 auch im Studium. "Ich kenne nur Filmemacher, die sagen, ich habe keinen Plan B. Das ist in den Leuten drin und es wächst in dir und irgendwann wird es zum Teil deiner Persönlichkeit."


Jeder Mensch braucht Geschichten.

"Ich kenne nur Filmemacher, die sagen, ich habe keinen Plan B. Das ist in den Leuten drin und es wächst in dir und irgendwann wird es zum Teil deiner Persönlichkeit."

Auch für Lixi, sie studiert Produktion, kennt die Leidenschaft für Film keinen Feierabend: "Dreh heißt, du stehst um 6 auf, gehst um 22 Uhr heim und bereitest dann noch was für den nächsten Tag vor." Dass sie da komplett unerreichbar ist, verstehen Lixis Freunde und Beziehungen nicht immer.


Am Anfang funktioniert es nicht.

Selbst wenn es schwer wird, und obwohl oder gerade weil Bürojobs in der Filmbranche eher selten sind, ans Aufhören haben die beiden noch nie gedacht. "Das ist ein Job, den du nur schaffst, wenn du eine große Portion Mut mitbringst." sagt Lixi und meint, dass der aber von ganz alleine kommt. Das Filmemachen und Produzieren macht einfach zu viel Spaß: "Es ist sowas wie ein innerer Drang."

Der meist gebrauchte Satz im Studium ist "Das funktioniert nicht", weiß Leni. Denn am Anfang muss man das Handwerk lernen, also wie man Emotionen auslöst. Erst dann kann man Geschichten erzählen. Denn „jeder Mensch braucht gute Geschichten.“ Und gute Geschichten will auch Leni erzählen. Solche, die Menschen helfen zu reflektieren und über sich selbst nachzudenken. Dass das passiert und das Handwerk sitzt, merkt sie, wenn sie Gefühle in einer Geschichte eingefangen hat und damit die Leute im Kinosaal erreicht: "Bei meinem letzten Film haben die Leute gelacht und geweint, das ist das Schönste für mich als Regisseurin."

Am Ende muss alles zusammen passen.

"Euren Transporter zum Beispiel, den haben wir im letzten Film als Requisite benutzt."

 

Was im Kino als berührende Geschichte ankommt, hat gerade für Produzentin Lixi viele Ebenen. "Film hat so viele Bereiche, die ineinander greifen müssen: Die Sprache, das Licht, die Kamera, die Schauspieler, die Mimik und natürlich die Ausstattung: Euer Transporter zum Beispiel, den haben wir im letzten Film als Requisite benutzt." Am Ende muss alles zusammen passen. Das macht Film zu einem der komplexesten Medien. Aber genau darin liegt der Reiz.

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