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FREE MOBILITY #1

Gasmac Gilmore

Der Bassist

darf nicht

fahren!

 Wir touren 25.000km von Festival zu Festival durch Europa in einem Sommer. 

 

Die Idee, sich in der Sandkiste fotografieren zu lassen, kam von Gasmac Gilmore selbst. Hier spielt die Tochter von Bassist Vic im Sommer, wenn Papa 25.000km von Festival zu Festival durch Europa tourt: Unter Tags hinter dem Lenkrad, abends mit Bands wie Seeed, Motörhead und Sick of it All auf der Bühne. Begonnen hat alles mit einem Tourbus der nicht mal 50km am Stück schaffte und mit einem Bassisten als Motorbremse.

 

Seit der Sandkiste kennen sich die Cousins, Sänger Max und Drummer Elias. Auch Max und Mathias sind Jugendfreunde. Schon mit 15 standen sie gemeinsam auf der Bühne und haben "Metal Songs gegrölt". Den ersten Tourbus haben sie sich ein paar Jahre später von der allerersten Gage gekauft – 700 Euro. Da wurden dann Flammen drauf gepinselt, damit die alte Kiste wenigstens annähernd so heiß aussah, wie der Motor wurde. Alle 50 Kilometer musste die Band damals Rechts ran fahren und neues Kühlwasser einfüllen. Den Todesstoß hat dem Bus aber der damalige Bassist Ronny 'die Motorbremse' gegeben, ist sich Max sicher: "Ronny hat den sowieso überhitzten Motor immer schön mit Motorbremse aufheulen lassen. Das hat der Bus nicht lange überlebt." Und bis heute, beteuert Elias, hat er noch keinen Bassisten getroffen, der Autofahren konnte. Auch Vic, der seit 2012 bei der Band am Bass steht, darf nicht ans Steuer, schon gar nicht in Zukunft, wenn Gasmac Gilmore mit den neuen share me Bussen unterwegs ist.

Angefangen hat es mit

einem Tourbus der nicht mal

50km am Stück

schaffte.

"Diesen Sommer sind wir mit SEEED Backstage gesessen und haben ihren selbst mitgebrachten Wodka aus Plastikbechern getrunken, die sind auch keine Millionäre."

Seit 2003 gibt es Gasmac Gilmore als Band. Auch der heute typische, heftige Balkan-Rock begleitet die Jungs seit dem ersten Album – damals noch als Experiment auf zwei Tracks. Bis zum aktuellen Album „Dead Donkey“ war es aber noch ein langer Weg: Von Auftritten in der U-Bahn bis zum Gig in der Telefonzelle haben sich Gasmac Gilmore auf die Bühnen der großen Festivals gespielt und können von der Musik allein trotzdem nicht leben. Das Problem ist, dass bei einer Band so viele Leute mit verdienen – Bookingagenturen, Vertrieb, Label und so weiter, meint Max. Da bleibt nicht viel für die Tourkasse oder den Tourbus. Auch bei anderen Bands nicht: "Diesen Sommer sind wir mit SEEED Backstage gesessen und haben ihren selbst mitgebrachten Wodka aus Plastikbechern getrunken, die sind auch keine Millionäre."

Wir touren 25.000km in einem Sommer!

25.000 Kilometer Festivaltour quer durch Österreich, Deutschland und Holland haben die vier diesen Sommer absolviert. Im Schnitt 1.200km pro Tag. Der Mietbus war der Tourkasse entsprechend irgendwas billiges Altes aus dem Internet. Beim Summer Breeze Festival hatten wir dann einen Platten, erinnert sich Max, und der Ersatzreifen war auch hin. Der nächste Auftritt war keinen Tag, dafür 600km entfernt. "Da stehst du mitten in der Pampa, tausende Leute, aber kein Ersatzreifen" erzählt Max und meint, dass es die ganze Nacht gedauert hat, bis der neue Reifen aufgetrieben war.

"Du bist wie high!"

"Kann sein, dass wir den share me Sprinter in Moldawien verlieren."

 

Warum sie sich den Zirkus trotzdem immer wieder antun? "Wenn du hinter der Bühne stehst, auf einem Festival, draußen grölt die Menge und du weißt, du legst gleich los, dann sind die 12 Stunden Fahrt vergessen. Du bist wie high!" Grinst Elias und plant schon die nächste Tour: "Im Osten haben wir noch Nachholbedarf. Kann sein, dass wir den share me Sprinter in Moldawien verlieren."

 

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