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FREE MOBILITY #9

Stadtbiotop

 

Mit Aussicht

über die Stadt!

"Container haben mich schon immer fasziniert, das ist in etwa wie Lego für Erwachsene."

 

Ein kalter, aber sonniger Herbsttag im Stadtbiotop - ein neues Pop-up Dorf im Prater gleich bei der Wirtschaftsuniversität der Stadt. Clemens und Sara sitzen in einem gewärmten, hohen Zelt mit Holz-Furnier und Interior Design, gemütlich eingerichtet wie ein großes Wohnzimmer. Es werden Tee, Kaffee und Cocktails serviert. Clemens hat Wirtschaft studiert, war bei einer Unternehmensberatung, und hatte den Wunsch selbstständig zu werden. "Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich ein Jahr an der Idee im Kopf gearbeitet, und habe zum Glück Investoren gefunden." 

 

"Ich habe ähnliche Projekte in London und Zürich gesehen - und da es genügend brachliegende Flächen gibt, müsste es hier auch funktionieren." Somit hat Clemens ein cooles Konzept nach Wien gebracht. Ende Juli wurde offiziell eröffnet - in Wien ist es nicht immer leicht einen passenden Standort zu finden. Von der Stadt und Behörde wurde alles genehmigt.

Von Studenten, Business Leuten, Nachtvögel, die für Warm-up Parties kommen oder Leuten, die Design und Mode einkaufen wollen.

"Gemeinsam sind wir stark - aber jeder muss seinen Teil dazubeitragen. Wie ein großer Lego Baustein-Kasten."

 

"Reibungslos funktioniert es natürlich nie von Anfang an, gerade bei einem Start-up. Die ersten drei Monate waren wichtig, das Projekt kennenzulernen und Schwachstellen auszumerzen. Die Kosten von der Erschliessung des Areals wurden unterschätzt, Strom musste 300 Meter verlegt und der Standort natürlich immer wieder optimiert werden."

 

Eins ist jedoch sicher: das Pop-up Dorf ist im Winter wie im Sommer sicherlich ein spannendes Konzept für Wien. Im großen Zelt ist es geheizt und mit Interior und viel Holz gemütlich gemacht. Es gibt auch Pflanzen und Gemüsebeete, so wie es sich für ein richtiges Stadtbiotop gehört. Guerilla Gardening Konzepte und Pop-up Dorf mit gutem röstfrischen Kaffee, Cocktails, Djs und independent Labels als Stadt-Ergänzung gegen Shoppingcenter Einheitsbrei mit klarem Selbstvermarktungswert.

 

"Am Anfang muss man reinbeißen und auch Sachen machen, die einem nicht Spass machen. Im Sommer standen wir zu dritt und haben tagelang Schotter gekehrt."

 

Das Stadtbiotop hat Pläne für die Zukunft: Idealerweise mit zwei bis drei unterschiedlichen Standorten in Deutschland, Österreich und Schweiz. "Wir wollen mit ein paar wenigen Containern Veranstaltungen bespielen - man kann Nischen besetzen und auch bei Events Tage, Monate oder Jahre verschiedene Flächen mieten. Wir wollen das Ganze wachsen lassen und vergrößern und einfach: spielen." Wie mit mehreren Lego -Bausteinen in etwa.

 

Clemens kümmert sich um die Organisation und Betriebsleitung vor Ort. Sara kümmert sich um das Projekt-Management und Events, betreibt ein Mode-Label und unterstützt in Organisation: "Am Anfang muss man reinbeißen und auch Sachen machen, die einem nicht Spass machen. Im Sommer standen wir zu dritt und haben tagelang Schotter gekehrt."

"Anfängerfehler gehören dazu, von denen lernt man und sind die wertvollsten Lehrstunden im Leben. Wir wollen das Ganze wachsen lassen und vergrößern und einfach: spielen."

 

"Durchhaltevermögen, an seine Idee zu glauben, sich nicht vom Weg abbringen lassen, hart arbeiten, Team-Play und ein gutes Team sind die wichtigsten Faktoren", sagt Clemens. Das Stadtbiotop bewegt die Stadt mit share me. "Lebensmittelmärkte, Sportevents bis über Partykonzepte, Shops, Einzelhändler, Startups oder große Marken, alle sind willkommen."


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